PACIFIC Bälle erzielen Bestnoten in Qualität, Material, Spieleigenschaften und Haltbarkeit!
2 Neue Bälle am Markt. Es müssen nicht immer die etablierten Marken sein. Pacific und Tecnifibre ist es gelungen, gute Qualität zu produzieren.
Der Ballmarkt ist ein kompliziertes Gebilde. Zum einen gibt es unzählige Sorten mit unterschiedlichen Qualitäten (auch von den etablierten Marken), die in Sportgeschäften oder über die Versender angeboten werden. Zum anderen gibt es die offiziellen Partnerbälle des DTB. Das sind die Bälle, die bei den Medenspielen eingesetzt werden. In Deutschland ist vorgeschrieben, dass bei Punktspielen nur mit Bällen von Babolat, Dunlop, Head, Tretorn oder Wilson gespielt werden darf. Für die aktuelle Saison sind dies der „VS“ (Babolat), der „Fort Tournament (Dunlop), der „No. 1“ (Head, der „Tour +“ (Tretorn) und der „Tour Clay Germany“ (Wilson).
Kritiker sehen schon seit Jahren einen Verstoß gegen das Gleichheitsprinzip. Andererseits muss man attestieren: Die DTB-Bälle bieten eine hohe Qualität. Vor allem: Mit den Geldern der Ballfirmen, die in den sogenannten DTB-Pool fließen, werden Talente gefördert und Turniere unterstützt. Quasi als Gegenleistung erhalten die Ballmarken die Garantie, bei Punktspielen eingesetzt zu werden – mit der Folge, dass zehntausende von Medenspielern die Bälle auch für ihr Training kaufen.
tennis magazin stellt zwei neue Bälle vor, die keine offiziellen Spielbälle sind, aber durch eine sehr gute Qualität bestechen: der „Pro Tour“ von Pacific und der „X-One“ des französischen Herstellers Tecnifibre. Pacific feiert mit dem Vertrieb von Bällen Premiere. „Wir haben den Pro Tour neu entwickelt“, sagt Verkaufsleiter Claus-Peter Lander. Der Clou ist laut Hersteller eine fünf Millimeter dicke Kautschukwand, die den Ballkern umschließt und bewirkt, dass kaum Luft nach außen dringen kann. Der Filz besteht zu etwa gleichen Teilen aus Schafwolle, die im firmeneigenen Werk in Neuseeland produziert wird, und Nylonfasern. Beide Stoffe werden aufwendig miteinander verwoben.

Schafwolle aus Neuseeland
Der Effekt: ein sehr guter Filz, mit einer gleichmäßigen, schmalen Naht. Auch nach dreistündigem intensiven Training sah der „Pro Tour“ noch fast wie neu aus. Der Filz bliebt glatt, wurde nicht fusselig. „Auch in puncto Haltbarkeit braucht der Ball den Vergleich mit den Top-Produkten nicht zu scheuen“, urteilte tennis magazin-Cheftester Mike Reynolds. Der Druck hält sich über mehrere Wochen. So bleiben die Spieleigenschaften konstant. Darüber hinaus spielt sich der Pacific-Ball „sehr lebendig“ (Reynolds). Das bedeutet, dass er den Drall gut annimmt. Vom Spielgefühl ähnelt er dem „Fort Tournament“ von Dunlop, ist eher hart. Eher weich ist der „X-One“. Es ist der Nachfolger des Balles, der früher offizieller Spielball der French Open war. Entsprechend gut eignet er sich für Sand. Produziert wird er in Kooperation mit dem Reifenhersteller Bridgestone in Tecnifibre-eigenen Ballfabrik in Thailand, wo jährlich zwölf Millionen Tennisbälle hergestellt werden. „Die Spieleigenschaften sind sehr gut“, urteilt Reynolds. Vom Spielgefühl vergleich er den „X-One“ mit dem „Tour Clay Tournament“ von Wilson. Die Haltbarkeit des Balles, der auch bei der Davis Cup-Begegnung zwischen Frankreich und Deutschland in Toulon eingesetzt wurde, ist etwas geringer als beim Pacific-Ball. Ein gutes Argument für den Kauf beider Bälle, ist der Preis. Nur 6,95 Euro kostet der „Pro Tour“, 8,99 Euro der „X-One“. Fazit Reynolds: „Zwei Topbälle mit tollem Preis-Leistungs-Verhältnis.“